Ein September-Update kann lokale Dateisicherungen stören. Microsoft liefert eine Korrektur; KMU sollten Sicherung und Wiederherstellung gezielt prüfen.

Ein angeschlossenes Sicherungslaufwerk sagt noch wenig über den Stand der letzten Sicherung aus. Im September 2026 dokumentiert Microsoft einen Fehler im Windows-Dateiversionsverlauf nach dem Sicherheitsupdate KB5124008 vom 8. September. Am 22. September erscheint eine Korrektur. Unser Themenstand vom 24. September: Unternehmen, die diese Windows-Funktion für lokale Arbeitsplatzdateien einsetzen, sollten den Update-Stand und die Ergebnisse ihrer Sicherung prüfen.
Was Microsoft bestätigt
Der Herstellerhinweis zu KB5124008 nennt Windows 11 24H2 und 25H2. Bei manchen Nutzern kann der Dateiversionsverlauf neue Sicherungen nicht erstellen oder vorhandene nicht aktualisieren. Die Aufforderung, das Laufwerk erneut zu verbinden, kann auch bei einem funktionierenden angeschlossenen Laufwerk erscheinen. Ebenso kann der Zeitpunkt der letzten Sicherung unverändert bleiben. Microsoft ergänzte den bekannten Fehler am 19. September in seiner Dokumentation.
Das optionale Vorschauupdate KB5124010 vom 22. September enthält laut Microsoft eine Korrektur für Sicherungs- und Wiederherstellungsprobleme des Dateiversionsverlaufs. Die Bereitstellung einer Korrektur und deren Installation auf dem eigenen Rechner sind getrennte Prüfpunkte.
Den eigenen Sicherungsumfang klären
Die Herstellerhinweise beschreiben die Sicherung von Dateien auf einem externen Laufwerk oder an einem Netzwerkziel. Unsere Empfehlung: Prüfen Sie ausdrücklich, welche Arbeitsdateien und Ordner Ihr eingerichteter Sicherungsablauf tatsächlich erfasst. Erstellen Sie dafür eine kurze Liste der wichtigen Ablageorte und gleichen Sie sie mit den verfügbaren Sicherungen ab. Diese Kontrolle gehört auch dann zum Prüfplan, wenn bisher keine Fehlermeldung aufgefallen ist.
Dieser Beitrag behandelt diese lokale Windows-Funktion. Für die Planung im Unternehmen empfehlen wir, Arbeitsplatzdateien, Serverdaten, Fachanwendungen und die Wiederherstellung eines vollständigen Arbeitsplatzes jeweils mit eigenen Anforderungen und zuständigen Personen zu erfassen.
Sicherung und Rücksicherung einmal durchspielen
Unsere Empfehlung: Wählen Sie zunächst einen betroffenen Arbeitsplatz und eine unkritische Testdatei im vorgesehenen Sicherungsbereich. Prüfen Sie, welcher Update-Stand installiert ist, ob das Sicherungsziel erreichbar ist und ob ein neuer Sicherungslauf tatsächlich abgeschlossen wird. Verlassen Sie sich dabei auf ein nachprüfbares Ergebnis mit aktuellem Zeitpunkt.
Anschließend sollte die zuständige IT eine gespeicherte Version probeweise an einen separaten Ort zurückholen und öffnen. Wir empfehlen, den Test so vorzubereiten, dass die aktuell benötigte Originaldatei erhalten bleibt. Halten Sie fest, welche Version zurückgeholt wurde und ob Inhalt und Lesbarkeit passen. Der konkrete Prüfweg sollte vorab zum eingerichteten Sicherungsablauf passen.
Eine erkennbare Unterbrechung aufarbeiten
Wenn während des Problems keine neuen Versionen entstanden sind, sollte die IT den Zeitraum und die betroffenen Geräte festhalten. Unser Vorschlag: Ermitteln Sie den letzten nachweislich erfolgreichen Sicherungslauf und prüfen Sie, welche inzwischen geänderten Arbeitsdateien zusätzlich gesichert werden müssen.
Nach der Korrektur empfehlen wir einen erneuten Test und eine dokumentierte Freigabe. Für den laufenden Betrieb sollte außerdem klar sein, wer einen ausbleibenden Sicherungslauf erkennt und bewertet. Die Meldung verdient eine konkrete Wiedervorlage mit Zuständigkeit. So kann ein kleiner Betrieb den Sicherungsstand nachvollziehen und bei einer Unterbrechung gezielt reagieren.
Den Sicherungsablauf passend einrichten
Wenn Sicherungsumfang und Zuständigkeiten unklar sind, lohnt sich eine gemeinsame Prüfung des eingerichteten Ablaufs. Unser Expertenteam klärt mit Ihnen, welche lokalen Arbeitsdateien erfasst werden müssen und wie deren Rücksicherung geprüft wird. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und Einrichtung einer passenden lokalen Sicherungslösung und stimmen die geplanten Kontrollen mit Ihren Anforderungen ab.
Zu unserer IT-Betreuung gehört dabei ein konkreter Auftrag: Sicherungsziel und Umfang festhalten, einen Rücksicherungstest vorbereiten und die Verantwortung für Monitoringmeldungen klären. So können Sie anhand dokumentierter Ergebnisse entscheiden, ob Ihr bestehender Ablauf zu den benötigten Daten und Arbeitsplätzen passt.
Häufige Fragen
Gilt die Meldung für jedes Backup-Programm?
Die verwendeten Herstellerhinweise beziehen sich auf den Windows-Dateiversionsverlauf. Daraus lässt sich keine Betroffenheit einer anderen Sicherungslösung ableiten.
Ist die Korrektur automatisch schon auf jedem Rechner?
KB5124010 ist als optionales Vorschauupdate veröffentlicht. Prüfen Sie den tatsächlich installierten Stand und die Freigabe in Ihrer Update-Verwaltung.
Was ist der wichtigste Test?
Unsere Empfehlung ist eine neue Sicherung mit anschließender Rücksicherung einer Testdatei an einen separaten Ort. Das Ergebnis sollte mit Datum und zuständiger Person dokumentiert werden.
Sicherungsumfang und Rücksicherung klären
Unser Expertenteam der innos Systemhaus GmbH in Schwäbisch Hall prüft mit Ihnen Sicherungsumfang, Rücksicherung und Zuständigkeiten. Daraus stimmen wir die nächsten Aufgaben für Ihre lokale Sicherung und deren regelmäßige Kontrolle ab. Daniel ist Ihr Ansprechpartner für den Einstieg zu unserem Team.
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