Zum Inhalt springen
← innos Wissen

Salto und RC3: Digitale Zutrittskontrolle mit passendem Einbruchschutz planen

Warum bei elektronischen Beschlägen die gesamte Tür zählt – und welche Fragen Unternehmen vor der Nachrüstung klären sollten.
23. Oktober 2026 durch
innos Systemhaus GmbH
Bürotür mit Metallrahmen, Edelstahlgriff und elektronischem Zutrittsleser
KI-generiertes Symbolbild einer Bürotür; kein bestimmtes Salto-Modell und kein Nachweis einer RC-Klassifizierung.

Veröffentlicht und redaktionell eingeordnet am 23. Oktober 2026. Nachrichtenanlass: 19.10.2026.

Eine moderne Zutrittslösung soll den Alltag einfacher machen: Mitarbeitende kommen in die richtigen Bereiche, Dienstleister erhalten passende Berechtigungen und verlorene Zugangsmedien lassen sich gezielt behandeln. Gleichzeitig muss die Tür zum Schutzbedarf des Gebäudes passen. Ein elektronischer Beschlag und eine einbruchhemmende Tür erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben.

Salto hat diesen Zusammenhang am 19. Oktober 2026 in einem Fachbeitrag aufgegriffen. Der Anlass ist eine gute Gelegenheit, bei geplanten Zutrittsprojekten genauer hinzusehen: Welche Tür ist vorhanden, welche Technik soll darauf und was muss die Kombination leisten?

Was Salto zu Heavy Duty und RC3 erklärt

Nach Herstellerangaben sind die Heavy-Duty-Ausführungen des XS4 Original+ und XS4 One S nach EN 16867 zertifiziert; Salto nennt die Klassifizierung 47-B24D23 und die Eignung für den Einbau an nach EN 1627 RC3 klassifizierten Türen. Diese Aussage bezieht sich auf die genannten Ausführungen. Sie bedeutet weder, dass jeder Salto-Beschlag dieselben Eigenschaften besitzt, noch dass eine beliebige Bestandstür durch den Austausch des Beschlags automatisch RC3 erreicht. [1]

Die Tür ist ein Gesamtsystem

Die Polizei beschreibt einbruchhemmende Türen als gemeinsam geprüfte Konstruktion aus Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag. Auch der fachgerechte Einbau nach Herstelleranleitung hat wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis. Deshalb reicht es für die Bewertung einer vorhandenen Tür nicht, nur das neue elektronische Bauteil zu betrachten. [2]

Unsere praktische Einordnung: Erst die vorhandene Situation aufnehmen, dann die passende Kombination auswählen. So lässt sich früh klären, welche Unterlagen fehlen und welche Punkte mit dem Türenhersteller oder einem beteiligten Fachbetrieb abgestimmt werden müssen.

Ein Beispiel aus dem Unternehmensalltag

Stellen Sie sich einen Betrieb mit Büro, Lager und einem separaten Technikraum vor. Am Haupteingang geht es um geregelten Zugang während des Arbeitstags. Im Lager sollen nur bestimmte Gruppen Zutritt haben. Für den Technikraum kommt ein engerer Personenkreis infrage.

Für diese Bereiche einfach dreimal denselben Beschlag zu bestellen, würde wichtige Fragen überspringen: Welche Türen sind verbaut? Gibt es dokumentierte Anforderungen? Wie häufig werden die Zugänge genutzt? Wer vergibt Berechtigungen, und wie werden Änderungen im Team weitergegeben?

Auch die Bedienung gehört zur Planung. Salto beschreibt beim XS4 One S unterschiedliche Zugangsmedien und den Betrieb mit verschiedenen Plattformen. Welche Möglichkeiten tatsächlich passen, muss anhand der konkreten Ausführung und Systemkonfiguration geklärt werden. [3]

Diese fünf Punkte gehören vor die Bestellung

  1. Bestand dokumentieren: Türen erfassen, vorhandene Typenschilder und Unterlagen zusammentragen sowie Nutzung und Besonderheiten aufnehmen.
  2. Ziele festlegen: Welche Bereiche sollen getrennt werden? Wer benötigt regelmäßig Zutritt, wer nur gelegentlich? Welche Abläufe sollen einfacher werden?
  3. Kombination prüfen: Konkrete Beschlagvariante, Türunterlagen und Einbaubedingungen gemeinsam betrachten. Offene Freigaben vor der Umsetzung klären.
  4. Zuständigkeiten vereinbaren: Festlegen, wer Rechte anlegt, Änderungen bearbeitet und beim Ausscheiden von Mitarbeitenden den Überblick behält.
  5. Übergabe vorbereiten: Bedienung, Verantwortlichkeiten und verfügbare Dokumentation so besprechen, dass Ihr Team die Lösung im Alltag sicher handhaben kann.

Unser Expertenteam kann mit Ihnen diese Anforderungen strukturieren und die weitere Umsetzung abstimmen. Je klarer die Ausgangslage ist, desto gezielter lassen sich geeignete Komponenten und notwendige Beteiligte einbeziehen.

Häufige Fragen

Macht ein Salto-Beschlag meine vorhandene Tür automatisch zu einer RC3-Tür?

Nein. Die Einbruchhemmung betrifft das geprüfte Türelement einschließlich seiner Komponenten und Montage. Die Eignung einer bestimmten Beschlagvariante ersetzt keine Prüfung der vorhandenen Tür und der zulässigen Kombination.

Braucht jedes Unternehmen überall RC3?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Nutzung, Schutzbedarf und vorhandene Anforderungen müssen gemeinsam betrachtet werden. Ein Bürozugang und ein besonders zu schützender Raum können unterschiedliche Planungsaufgaben haben.

Können wir unsere bestehenden Türen weiterverwenden?

Das kann möglich sein, ist aber anhand des Bestands zu klären. Hilfreich sind Türunterlagen, Fotos und eine Übersicht der gewünschten Zugänge. Bei offenen technischen Fragen sollten die zuständigen Hersteller oder Fachbetriebe früh beteiligt werden.

Ihre Zutrittslösung mit unserem Team planen

Sie möchten Zugangskomfort und passenden Gebäudeschutz zusammenbringen? Volker ist Ihr Ansprechpartner für den Einstieg. Unser Expertenteam bespricht mit Ihnen Bestand, Berechtigungen und die nächsten Schritte. Für das erste Gespräch helfen eine grobe Anzahl der Türen und vorhandene Unterlagen.

Zutrittslösung besprechen

Quellen und Einordnung