
Microsoft veröffentlichte im August eine neue Version des Remote Desktop Web Client und entfernte ältere Pakete. Für KMU mit browserbasiertem Terminalserver-Zugang lohnt sich ein genauer Blick auf den tatsächlich bereitgestellten Client.
Stand: 22. August 2026.
Neue Version am 20. August
Die offizielle Releasehistorie nennt den 20. August 2026 als Veröffentlichungstermin des Remote Desktop Web Client 2.1.85.0. Microsoft führt Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates auf. Zugleich wurden Versionen vor 2.1.65.2 entfernt und unzugänglich gemacht. Die bereits am 7. Juli veröffentlichte Version 2.1.65.2 hatte laut Hersteller eine wichtige Sicherheitslücke geschlossen.
Die August-Notiz beschreibt keine neue pauschale Leistungssteigerung und nennt dort keine konkreten Details der Sicherheitskorrekturen. Wir leiten daraus deshalb weder ein Tempo-Versprechen noch eine Behauptung über einen bestimmten Angriff ab. Die belastbare Nachricht lautet: Es gibt einen neuen Client-Stand; ältere Versionen unter der genannten Grenze stehen nicht mehr bereit.
Browser-Zugang ist ein eigener Betriebsbaustein
Der RDS-Webclient ermöglicht den Zugriff auf Anwendungen und Desktops, die die Administration für Benutzer veröffentlicht hat. Microsoft setzt dafür eine eingerichtete Umgebung und einen kompatiblen Browser voraus. Der Client ist somit ein möglicher Zugangsweg zu einer zentralen Arbeitsumgebung. Ob dieser Weg in Ihrem Unternehmen genutzt wird, muss am tatsächlichen Aufbau geprüft werden.
Bei innos-Cloud laufen Anwendungen und Daten zentral. Für KMU empfehlen wir deshalb, den Fernzugriff ausdrücklich in die Betriebsdokumentation aufzunehmen: Welche Personen verwenden einen Browser, welche einen installierten Client, und wer verantwortet die jeweiligen Komponenten? Der August-Release ist kein Beleg dafür, dass innos diese Webclient-Version einsetzt oder jeder Cloud-Arbeitsplatz einen Browser-Zugang besitzt.
Diese Aufgaben sollten den Versionscheck begleiten
Unsere Empfehlung ist, zuerst die bereitgestellte Version und den vorgesehenen Aktualisierungsweg durch die Administration feststellen zu lassen. Halten Sie außerdem fest, auf welchen Gerätetypen und Browsern dieser Zugang freigegeben ist. So lässt sich bei einer Störung nachvollziehen, ob sie nur einen Zugangsweg oder die gesamte Arbeitsumgebung betrifft.
Ein sinnvoller Funktionstest sollte einen vollständigen Geschäftsvorgang umfassen. Melden Sie sich an, starten Sie eine veröffentlichte Anwendung, bearbeiten Sie ein Testdokument und prüfen Sie die benötigten Ausgabewege. Verwenden Sie dafür Testdaten und dokumentieren Sie, welche Freigaben wirklich nötig sind. Legen Sie vor der Änderung fest, wer die Freigabe erteilt und wie eine Störung gemeldet wird.
Beim Drucken gibt es einen konkreten Unterschied, der im Test leicht übersehen wird: Laut Microsoft erzeugt der virtuelle Drucker des Webclients eine PDF-Datei im Browser. Diese kann anschließend lokal gedruckt oder gespeichert werden. Auch die Zwischenablage ist eingeschränkt; Microsoft beschreibt das Kopieren von Text, nicht von Dateien. Beides sollte in einer kurzen Anleitung für betroffene Mitarbeitende erklärt werden.
Was KMU davon haben
Ein dokumentierter Zugang und ein festgelegter Funktionstest machen die Abnahme nachvollziehbar. Wir empfehlen, Ergebnisse zusammen mit Datum, Gerät und Client-Version zu notieren. Ein Supportgespräch kann dann beim konkreten Arbeitsschritt beginnen. Ob sich Wartezeiten ändern, sollte separat gemessen werden; ein neuer Versionsstand allein beantwortet diese Frage nicht.
Den Zugang nach Ihren Arbeitsabläufen auswählen
Ein Browser-Zugang sollte zu den benötigten Anwendungen, Druckwegen und Geräten passen. Ein zentral bereitgestellter Cloud-Arbeitsplatz kann den Betrieb Ihrer Anwendungen bündeln; den passenden Zugriff wählen wir mit Ihnen anhand der tatsächlichen Aufgaben aus. Unser Expertenteam unterstützt Sie beim Vergleich geeigneter Zugangswege, bei der Vorbereitung der Einführung und bei der Abnahme benötigter Peripheriefunktionen. Ob ein Webclient für Ihren Ablauf geeignet ist, bleibt eine konkrete Prüfentscheidung.
Häufige Fragen
Reicht es, den Browser zu aktualisieren?
Wir empfehlen, Browser und bereitgestellten RDS-Webclient getrennt zu prüfen. Die August-Meldung betrifft die Version des Webclients und ersetzt keine Bestandsaufnahme des Zugangs.
Ist der Webclient für Smartphones freigegeben?
Die von Microsoft geprüfte Einstiegsdokumentation nennt PCs mit Windows, macOS, ChromeOS oder Linux und schließt mobile Geräte aus. Andere Remote-Desktop-Clients sind gesondert zu beurteilen.
Müssen alle Beschäftigten künftig im Browser arbeiten?
Nein. Die Releasehistorie führt keine solche Pflicht ein. Wir empfehlen, den Zugangsweg anhand Ihrer Anwendungen, Geräte und benötigten Funktionen festzulegen.
Quellen: Microsoft Webclient-Releasehistorie, Release 20.08.2026; Microsoft Webclient-Einstieg, Stand 06.05.2025.
Browser-Zugang und Peripherie passend auswählen
Soll Ihr Team im Browser auf zentrale Anwendungen zugreifen? Bringen Sie einen typischen Arbeitsvorgang und Ihre benötigten Geräte mit. Heiko ist Ihr Einstieg zu unserem Expertenteam. Gemeinsam prüfen wir einen passenden Zugang und legen fest, welche Funktionen bei der Einführung abgenommen werden sollen.