
Microsoft stellt am 6. August 2026 neue Möglichkeiten für Copilot in SharePoint vor: verbundene Dashboards und Schaltflächen mit vorbereiteten Prompts. Für KMU eröffnet das einen konkreten Ansatz, gemeinsame Arbeitsinformationen leichter auszuwerten.
Eine Übersicht aus der Liste
Laut Microsofts Augustmeldung kann Copilot ein interaktives HTML-Dashboard aus einer SharePoint-Liste erzeugen. Es bleibt mit der Liste verbunden und aktualisiert sich beim Öffnen. Excel- und CSV-Dateien können ebenfalls als Ausgangspunkt dienen.
Ein sinnvoller Pilot wäre beispielsweise eine kleine Projektliste mit Zuständigkeit, Termin und Status. Definieren Sie zunächst die Frage, die die Übersicht beantworten soll: Welche Aufgaben sind überfällig oder welche Vorgänge brauchen eine Entscheidung?
Die fachliche Kontrolle sollte Bestandteil des Versuchs sein. Stimmen die Filter und Zählungen mit der Ausgangsliste überein? Werden fehlende Werte verständlich behandelt? Ist erkennbar, welche Daten zugrunde liegen? Prüfen Sie dieselben Fragen nach einer Änderung der Liste erneut. Der Nutzen entsteht aus einer verlässlichen Übersicht für eine echte Arbeitsentscheidung.
Prompts an der passenden Stelle
Die zweite Neuerung bringt vorbereitete Prompts auf SharePoint-Seiten. Eine Schaltfläche kann einen kontextbezogenen Auftrag an Copilot starten. So muss nicht jeder Nutzer die gleiche Anfrage selbst formulieren.
Für einen Projektbereich könnte unser Team gemeinsam mit Ihnen einen Prompt für den Wochenstatus entwerfen. Der Auftrag sollte Zeitraum, Datenquelle und gewünschte Darstellung benennen. Im Test vergleichen Verantwortliche das Ergebnis mit ihren Erwartungen und verbessern den Prompt. Erst danach lohnt es sich, den Einstieg einem größeren Personenkreis bereitzustellen.
Eine gemeinsam gepflegte Anfrage kann die Einarbeitung erleichtern. Sie ersetzt aber keine Zuständigkeit für Inhalte. Legen Sie fest, wer den Prompt bei geänderten Spalten oder neuen Anforderungen überprüft. Ein kurzer Hinweis auf der Seite kann erklären, welchem Zweck die Auswertung dient und wer bei Unklarheiten hilft.
Mit einer begrenzten Vorschau starten
Microsoft nennt eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz als Voraussetzung. Der damalige Stand ist eine Vorschau: Eine Microsoft-Team-Antwort vom 10. August beschreibt noch die Validierung von Nutzungsgrenzen. Eine abgeschlossene allgemeine Bereitstellung lässt sich daraus nicht ableiten.
Unser Vorschlag ist deshalb ein überschaubarer Versuch mit ausgewählten Inhalten und Nutzern. Prüfen Sie Freigaben und Lizenzzuordnung vorab, und testen Sie die benötigte Sprache sowie die Verfügbarkeit im eigenen Mandanten. Die Augustmeldung enthält keine vollständige Länderübersicht. Ein angekündigtes Merkmal ist allein keine Bestätigung für jeden deutschen Arbeitsplatz.
Halten Sie für den Versuch ein klares Erfolgskriterium fest: Das Team soll eine bestimmte Übersicht nachvollziehen und fachlich kontrollieren können. Dokumentieren Sie außerdem, welche Schritte noch manuell nötig sind. Diese Beobachtung hilft später bei der Entscheidung, ob sich der Anwendungsfall für den breiteren Alltag eignet.
Unser Microsoft-365-Leistungsangebot verbindet die technische Prüfung von SharePoint und Copilot mit der Vorbereitung eines konkreten Team-Anwendungsfalls.
Häufige Fragen
Brauchen wir eine zusätzliche Copilot-Lizenz?
Aktualisiert sich das Dashboard laufend im Hintergrund?
Können wir die Vorschau sofort überall einsetzen?
Aus Ihrer SharePoint-Liste einen prüfbaren Pilot machen
Bringen Sie eine Beispiel-Liste und die Frage mit, die Ihr Team beantworten möchte. Unser innos Expertenteam prüft Lizenz- und Mandantenvoraussetzungen, unterstützt beim Strukturieren der Daten und entwickelt mit Ihnen geeignete Prompts. Den Pilot werten wir gemeinsam anhand vorher vereinbarter fachlicher Kriterien aus.